Ein Ausflug für die Sinne

Die 11. Bauernstubensaison neigte sich dem Ende entgegen. Wie immer stand für die Senioren am 26. Mai 2016 die Abschlussfahrt an. Nur, wo sollte es diesmal hingehen? Schon beim letzten Treff musste das Geheimnis gelüftet werden. 

An diesem wunderschönen Maientag bildeten wir Fahrgemeinschaften und fuhren in den Botanischen Blindengarten Radeberg. Vielen war das Gelände noch als ehemaliges Entbindungsheim Storchennest bekannt. In der Zwischenzeit hat es sich jedoch sehr verändert.

Heute ist es ein Gästehaus und ein Ort der Begegnung für taubblinde und mehrfachbehinderte blinde Menschen, welches vom Blindengarten mit seinem 2 Kilometer langen Wegenetz eingerahmt wird. Diesen einmaligen Garten der Sinne brachte uns Herr Hensch in einer Führung nahe. 

Wir erfuhren eine Menge über den 1996 eröffneten in Deutschland einmaligen Garten. In dem über 20 000 Quadratmeter großen Gelände gedeihen rund 1300 Pflanzenarten, darunter ungefähr 700 duftende Pflanzen. Auf unterschiedlichen Bodenbelägen liefen wir durch den Garten. Ein Handlauf führt und informiert dabei blinde Menschen. Es laden insgesamt 20 Sitzplatzgruppen zum Verweilen ein, ca. 25 Hochbeete wurden mit viel Liebe angelegt. Es gibt eine Menge Pflanzen zum Berühren, Riechen und Schmecken, wozu wir ebenfalls aufgefordert wurden. Vor allem die riesige Vielfalt der Thymian-, Minze,- Salbei- und Duftpelargonienarten brachte uns zum Staunen. Tierplastiken aus Bronze ergänzten die Fühlerlebniswelt auf dem Gelände.

Unser Rundgang endete im Dufthaus, in dem bis Ende April die duftende Kameliensammlung beherbergt war. Für uns war der Kaffeetisch schon gedeckt und wir machten es uns nach den vielen Eindrücken gemütlich.

 Danach wollten wir noch ein bisschen ins Hüttertal spazieren, ehe das Abendbrot beim Italiener auf dem Radeberger Markplatz auf uns wartete. Aber vorher durften wir uns die Schlossmühle am Eingang des Hüttertals anschauen. Als älteste Mühle Radeberg war sie bis Mitte 1996 unter dem Müllermeister Sonntag in Betrieb. Nach dessen Tod übernahmen seine Söhne die Mühle und sanierten diese Stück für Stück. Seit diesem Jahr dreht sich nun auch das neue Wasserrad. Wir konnten uns davon überzeugen und auch die Mühlenstube, in welcher man ausgiebig feiern kann, anschauen. Aber bald rief „La Piazza“ und wir ließen diesen wunderschönen und informationsreichen Tag ausklingen.

Erst Ende September werden wir uns in unserer Bauernstube zu neuen Veranstaltungen treffen. Bis dahin wünschen wir allen Freunden der Grünberger Bauernstube einen schönen und erlebnisreichen Sommer. Und vielleicht findet der Eine oder Andere auch mal den Weg in den interessanten Botanischen Blindengarten oder im September zum Tag des offenen Denkmals in die Schlossmühle Radeberg.

 

Ihr Karl-Hoffmann-Bibliotheksteam 

Jacqueline Hanitsch und Edda Mehnert 

 

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